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„It's a cultural thing“ – Wie die Deutsche Telekom ihre Planung revolutioniert hat

Michael Wilkens, Senior Vice President Group Controlling, of Deutsche Telekom AG

Planungsrunden nerven Manager, insbesondere in Großunternehmen. Jack Welch hat einmal von der Budgetierung als „the bane of corporate America“ gesprochen. Aber auch ganz nüchtern betrachtet schafft sich die Unternehmensplanung durch ihre Komplexität, lange Dauer und vielfältigen Abstimmungsprozesse keine Freunde. Sie ist für Manager oft im wahrsten Sinne des Wortes abstrakt, weil die Planungsmaschinerie wesentlich in den Händen der Controller liegt. Damit verlieren die Manager leicht den Überblick – und noch viel schlimmer: ihr Commitment. Genau hier hat die Deutsche Telekom angesetzt, wie Michael Wilkens als Praxis-Keynote auf der ACMAR in Vallendar eindrucksvoll ausführte.

Das neue Format des Planungs-Campus bringt über 200 Führungskräfte der Telekom für zwei Wochen in Bonn zusammen. Silodenken wird durch persönliche Kommunikation ersetzt, Emails durch direkte Zusammenarbeit. In dem Maße, wie das auch funktioniert, verlieren Hierarchien ihre Wirkung und politisches Verhalten wird erschwert. Wer wie ich den Konzern schon länger kennt, weiß, wie disruptiv die Veränderung bei der Deutschen Telekom ausgefallen ist. „It´s a cultural thing“ wie Michael Wilkens am Ende zusammenfasste. 

Wer mit Planung zu tun hat, sollte sich den Ansatz der Telekom unbedingt hier näher ansehen!

Autor: Prof. Dr. Utz Schäffer

 

 

Autor

Prof. Dr. Utz Schäffer ist Direktor des Instituts für Management und Controlling (IMC) der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Zu seinen Forschungsinteressen zählen Controlling und Unternehmenssteuerung sowie die Rollen von CFOs und Controllern.

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