Perspektive auf das Controlling

Wir haben eine spezielle Sichtweise auf das Controlling. Was macht diese Sichtweise aus? Wir können sie an folgenden vier Standpunkten festmachen:

  • Controlling ist für uns eine Funktion, die Kritik im Unternehmen organisiert und damit ein systematisches Lernen gewährleistet. Controlling dient damit der Rationalitätssicherung der Führung.
  • Zentraler Bezugspunkt des Controllings sind das Management bzw. einzelne Manager. Da diese individuell unterschiedlich sind, müssen auch die Leistungen des Controllings individuell, maßgeschneidert sein. Wir sprechen hier vom Nebeneinander von Entlastung, Ergänzung und Begrenzung.
  • Sich auf einzelne Manager auszurichten, bedeutet auch, die individuellen Eigenschaften und das individuelle Verhalten zu berücksichtigen. Controlling erfordert eine systematische Auseinandersetzung mit dem Wollen und Können von Managern.
  • Die Umgangssprache des Controllings sind Zahlen. Es lässt sich jedoch nicht alles vollständig berechnen. Viele Probleme sind unscharf. Zu ihrer Lösung ist Intuition erforderlich. Lediglich auf zahlengetriebene Analytik zu bauen, wäre zu wenig. Controlling muss stets das Zusammenspiel von Analytik und Intuition im Auge haben.

Controlling darf in unseren Augen deshalb nicht auf eine rein ökonomische Perspektive reduziert werden. Psychologische und soziologische Aspekte sind gleichfalls wichtig und müssen mit den ökonomischen Themen eng verflochten werden.