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Die Planung wird sich in einigen Unternehmen auf zwei Wochen Kernzeit zusammenschrumpfen lassen.

Dr. Jörg Ehlken, Partner der Management-Beratung Ctcon

Mit ihrer Planung sind Unternehmen selten zufrieden. Zu lang, zu kompliziert, zu politisch – und damit sind nur einige der Kritikpunkte genannt. Diese stehen mittlerweile auch in (guten) Lehrbüchern. Seit Jahren wird an den Schwächen gearbeitet, durchaus mit Erfolg. Allerdings sind die erzielten Verbesserungen zumeist kleiner als angestrebt. Nun steht mit der Digitalisierung  eine neue Herausforderung vor der Tür: Immer schnellere und zuweilen auch disruptive Veränderungen des Geschäfts auf der einen Seite und verbesserte planungstechnische Möglichkeiten auf der anderen Seite machen ein grundsätzliches Überdenken der Planung – wieder einmal – unabdingbar.

Jörg Ehlken, Partner der Managementberatung CTcon, schlägt in einem Interview in der Controlling & Management Review vier Eckpfeiler einer Veränderung vor: Eine Fokussierung auf die wesentlichen Steuerungsgrößen verbunden mit einem hohen Commitment dafür, den Einsatz von Predictive Analytics, ein handlungsorientiertes real-time-Forecasting und schließlich eine adäquate Berücksichtigung von Unsicherheit (z.B. durch eine Bandbreitenplanung). Ein Teil der Themen ist nicht neu. Die Detaillierung der Planung deutlich zu reduzieren steht schon seit Jahren auf der Agenda. Offensichtlich ist es sehr schwer, sich von der vermeintlichen Sicherheit einer detaillierten Planung zu lösen. Neu ist dagegen die Rolle der digitalen Planungshilfsmittel. Können Sie sich z.B. vorstellen, den Forecast nicht mehr zu festen Zeiten im Planungskalender durchzuführen, sondern anlassgesteuert, wenn sich der Bedarf einer Prognose zeigt, wenn z.B. ein Konkurrent zwei Monate eher mit einem neuen Produkt auf dem Markt ist als gedacht? Kündigt sich hier ein Paradigmenwechsel an? Wir bleiben für Sie am Ball!

Das gesamte Interview mit Dr. Jörg Ehlken in der Controlling & Management Review können Sie hier nachlesen.

Autor: Prof. Dr. Utz Schäffer

 

Autor

Prof. Dr. Utz Schäffer ist Direktor des Instituts für Management und Controlling (IMC) der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Zu seinen Forschungsinteressen zählen Controlling und Unternehmenssteuerung sowie die Rollen von CFOs und Controllern.

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